Posts mit dem Label kompromisse werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label kompromisse werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 2. Juli 2008

Manieren? Freunde verlieren?

Ich weiß nicht, wie ich diesen Eintrag betiteln soll. Es geht im Allgemeinen um das Zerbrechen von Beziehungen, über die Zeit die danach kommt, über das Verhältnis von Ex-Partnern untereinander und im Speziellen natürlich wie immer um meine Erfahrungen und die meiner Freunde.
Gerade eben habe ich per ICQ eine ziemliche Abfuhr erhalten - von einem Exfreund. Er hätte keine Lust, mit mir über sein Privatleben zu tratschen. Klang am Anfang des Gesprächs noch gar nicht so. Muss ich mich jetzt über seine Unfreundlichkeit aufregen? Zur Vorgeschichte...
Wir waren eine sehr lange Zeit zusammen, seit wir beide Teenager waren. Wir haben zusammengewohnt, wir haben die Zukunft zusammen geplant, doch irgendwas war nicht richtig. Immer wieder kamen Zweifel an der Richtigkeit unseres Tuns. Meinungsverschiedenheiten, Streits, unvereinbare Differenzen. Und meinerseits immer wieder Verliebtheiten und Schwärmereien für andere Männer. Irgendwann wurde die Distanz so unüberbrückbar und der Versuch einer erneuten Beziehungsreparatur erschien so wenig sinnvoll, dass wir uns trennten. Ich ging - erleichtert, traurig und ängstlich - meinen Weg weiter. Er hingegen fiel in ein tiefes Loch. Weinte wochenlang und nahm unsere gemeinsamen Freunde in Beschlag. Ich fand das in Ordnung, schließlich ging es ihm schlecht. Nach einer Weile hatte er sich wieder aufgerappelt und wir konnten sachlich miteinander kommunizieren, wenn Dinge zu organisieren waren und lustigen Smalltalk halten, wenn es die sozialen Ereignisse erforderten. Ein gewisser boshafter Unterton schwang jedoch zumindest von seiner Seite her immernoch mit.
Dann ging ich eine neue, weitaus erfüllendere und glücklichere Beziehung ein. Als er es erfuhr, brach er in Tränen aus. Ein letztes Aufbäumen der alten Gefühle, nehme ich an. Danach entspannte sich die Lage und kurz danach hatte auch er wieder eine Freundin.
Mit dieser Freundin bin ich inzwischen selbst sehr gut befreundet. Wir sind uns sehr ähnlich (was sicherlich zu denken gibt) und mögen uns sehr. Die beiden hatten die Verabredung, dass sie mir keine intimen Details über ihn und ihre Beziehung erzählen sollte.
Durch die Freundschaft mit ihr sah ich auch ihn recht regelmäßig und wir verstanden uns sehr gut - bis auf ein paar spitze Anmerkungen von ihm hier und da.
Jetzt sind die beiden getrennt und aus ihren Erzählungen klingt durch, dass es ihm wieder nicht so gut geht - nicht so wie damals, aber es scheint ihn mitzunehmen. Ich habe mir Sorgen gemacht, habe seine beiden besten Freunde gebeten, ein Auge auf ihn zu haben und für ihn da zu sein. Dann eben sah ich ihn bei ICQ, sprach ihn an, wir unterhielten uns nett. Ich sprach die neusten Entwicklungen nicht an, fragte nur höflich nach, zu dem was er erzählte.
Dann plötzlich dieser Satz:

ich mag ja ein wenig angetrunken und redselig sein, aber zum tratschen mit dir über mein privatleben habe ich gerade irgendwie nicht so die lust
Hat er nach über 2,5 Jahren noch das Recht, mich so anzupflaumen? Sollte nicht die Entwicklung der letzten Zeit alte Wunden zumindest übertönt haben? Oder bekommt er den "Gerade-getrennt"-Bonus? Soll ich ihm die Aussage nachsehen und abwarten, was passiert? Oder sollte ich ihn endgültig abhaken und sämtliche Versuche in Richtung Freundschaft und evtl. Aufarbeitung vergessen? Man muss nicht mit jedem befreundet sein... Aber schade wäre es schon, irgendwie. Was meint ihr?

PS: Die beiden haben sich übrigens im Guten getrennt und stehen in ständigem freundschaftlichen Kontakt. Er möchte weiterhin gut mit ihr befreundet bleiben...

Mittwoch, 26. März 2008

Kulturschock

Eine gut funktionierende glückliche Beziehung scheint mir momentan die schwierigste und anspruchsvollste Aufgabe zu sein, der/die man sich stellen kann. Sicher ist es auch mit das Erfüllendste, was man im Leben erreichen kann (vielleicht neben Kindern und einer Selbstverwirklichung im Beruf?), aber dass so viel geistige Arbeit und Beschäftigung mit einem selbst und den eigenen Wünschen, Vorstellungen, Idealen und Fehlern damit verbunden ist, dass hat einem damals keiner gesagt, als man als Teenie in seinem Bett lag und davon träumte, dass da endlich der Andere wäre, der der einen immer versteht, immer zu einem hält und mit dem zusammen man die Welt erobern kann, weil man ja schließlich genau die gleichen Träume und Wünsche hat. Runde 10 Jahre später sieht es eher so aus, als wäre k(aum)eine Beziehung so, wie man es sich damals erdacht hat und als wäre das ständige Ausbalancieren von Gegensätzen die Hauptcharakteristik des Zweiseins (vor allem, wenn sich einer der beiden Partner gar nicht so sicher ist, ob er zwei sein will). Verkompliziert wird das Ganze nicht nur durch den leidigen Fernbeziehungsstatus, sondern auch durch die anhängenden Familien und die kulturellen und mentalen Unterschiede des jeweiligen Umfelds. Käme man aus zwei verschiedenen Ethnien, Kontinenten, Universen, wenigstens Altersgruppen, würde man wahrscheinlich toleranter damit umgehen und Schwierigkeiten erwarten und gar nicht versuchen wollen, alle Unterschiede zu nivellieren. "Der is halt so, das liegt an seiner Kultur." Schwierig wird es aber, wenn man nur knappe 20 Kilometer voneinander entfernt aufgewachsen ist, altersmäßig nur 15 Monate auseinander liegt, dieselbe Schule besucht hat, die selben Filme und die selbe Musik mag, zu großen Teilen die Interessen des jeweils Anderen teilt und trotzdem immer wieder darauf gestoßen wird, dass Welten zwischen einem selbst und dem Partner liegen. Was tun? Hilfe!

Mittwoch, 28. November 2007

Geschenkeleitfaden

Mittlerweile kann man sich ja dem Trubel und Jubel um Weihnachten nicht mehr verschließen, es ist bald Dezember, Advent, Vorweihnachtszeit und überall hört man Frauen darüber diskutieren was sie zu Weihnachten verschenken. Es ist also Zeit ein paar Abgründe auszuleuchten um einige davor zu bewahren in eben diese zu fallen.

Als Mann einer Frau...
Verschenke niemals primär Unterwäsche/Dessous/ähnliches!
Nicht nur, das man damit die Beschenkte zum Sexobjekt degradiert auch suggeriert man ihr, dass man über die gemeinsame Bettzeit hinaus nicht viel von der Beziehung hält. Es klingt drastisch? Es ist drastisch! (Mit primär ist gemeint, dass du durchaus Unterwäsche/Dessous/ähnliches verschenken kannst - vorrausgesetzt du stellst dich beim Kauf nicht hin und tätigst so Aussagen wie: "Naja, soooo eine Hand voll, oder mehr?!" denn das geht sowieso in die Hose - wenn es nicht das einzige oder alle anderen übertreffende Geschenk ist.)

Verschenke niemals Haushaltsgegenstände!
Außer du hast den expliziten Wunsch der zu Beschenkenden schriftlich! Das patriarchische Frauenbild ist im 21.Jh. üerholt, mittlerweile teilt man sich die Hausarbeit und schafft sich deswegen Gegenstände des alltäglichen Küchenbedarfs nicht mehr nur zu Weihnachten an.

Geh nie zu Douglas!
Außer du weißt, was du kaufen mußt, denn hier gilt ähnliches wie bei Haushaltsgegenständen und Dessous und ein interessanter Aspekt kommt noch dazu. Also der Reihe nach, Parfum/Kosmetika/ähnliches nur auf ausdrücklichen Wunsch. (schriftlich! mit genauer Typ-Bezeichnung) Die Typ-Bezeichnung ist wichtig um sich nicht zu Sätzen wie "So Blümchen-Duft ...vielleicht..." hinreißen zu lassen. Und das dritte, neue, andere: Möchtest du, dass dir irgendwann mal jemand so sagt, dass er dich nicht riechen kann? Und der Gutschein ist ein alter Hut - Gutscheine gehören verboten!

Alle technischen Geräte die dir gefallen/praktisch erscheinen sind tabu
Du sollst nicht dich, sondern sie beschenken!

Als Frau einem Mann...
Such was mit nem Kabel dran...
...ohne Kommentar...

Such was, was ein Batteriefach hat...
dito

Ok, Ok, ich geb es zu, es sind die klassischen Vorurteile, aber meistens freut Mann sich ja dann doch, wenn es sich bewegt oder rappelt oder leuchtet oder Krach macht oder oder oder... Aber vielleicht können ja die Frauen mal darstellen und klarstellen, was als Geschenk an Männer gar nicht geht?!

Sonntag, 11. November 2007

eindeutige angebote

Während Rabenfeder sich über fehlende Möglichkeiten für den Koitus beschwert, sie quasi nicht bekommt, möchte ich anmerken, dass es als gestandener Mann nicht immer leicht, meist aber besser, wenn nicht gar notwendig ist, ein offensichtliches Angebot auszuschlagen. Die Frage allerdings lautet: Wie kommt es zu solchen Angeboten?

Nun, da ich in einer Beziehung stecke, strahle ich sehr häufig eine überlegene Zufriedenheit aus. Zufriedenheit ist sexy, ich schwör. Darüber hinaus scheinen Frauen es Männern anzusehen, dass da eine andere den Finger drauf hat und das gibt der Begehrtheitsbewertung noch einen zusätzlichen Schub. So kommt es dann, dass man von Frauen die man schon lange kennt, aber auch von gerade kennengelernten offensichtliche und auch offensichtlich versteckte Andeutungen an den Kopf geschmettert bekommt.

Was lernen wir daraus? Das übliche, das was in meinen Augen schon immer wichtig bei der (Kopulations)Partnersuche ist:

"Sei locker!"

Das übliche Verkrampfen des Suchenden, der flimmernde Blick des Sehnenden, das schreckt ab. Interessant ist der, der mit sich selber im Reinen ist, der zufrieden durchs Leben geht und nicht nach Außen darstellt, dass er auf der permanenten Suche ist. Nach außen gekehrtes Glück ist ein Garant für neue Bekanntschaften.

Mittwoch, 24. Oktober 2007

staune ... wundern? staunen!

dds:
pass mal auf "mann"...zwei zitate und ein zwischenspiel von mir

frau:
naja der typ hatte sich als arsch herausgestellt


dds:
mittlerweile hat sie einen anderen, der heißt maik, seit einem jahr, alles super, alles schick

dds:
und der maik ist kein arsch?

frau:
naja bei dem anderen typen hat sich das so geäußert und nee der
maik is keiner weil auch er jetz den anderen typen hasst obwohl die
seit ewigkeiten schon gute freunde waren



dds:
ist maik nicht ein arsch? er verleugnet seine freunde für ihre ex frauen

"mann":
da ist was dran

dds:
ich staune immer wieder über die frauen

"mann":
du meinst du wunderst dich über sie

dds:
nein, staunen...ich staune über die fahigkeit, sich die widrigsten umstände so zurecht zurücken, dass sie immer noch das beste rausholen und sei es nur wöchentlicher sex

"mann":
stimmt. viva la einfalt

dds:
das können nur frauen

Montag, 24. September 2007

es wird ihn nicht geben...

...zumindest wenn sich nichts daran ändert, dass sich sowieso nicht viel dadurch ändert.
Noch nicht einmal kaputt machen wird sie ihn können, so wie Bridget Jones es fast geschafft hätte. Es wird sachlich zu gehen. Wenig romantisch. Wenn es soweit kommt, werden Amica und ich pragmatisch entscheiden: Es ist Zeit.
Nicht unbedingt berauschende Aussichten auf den Bund der uns vermeintlich untrennbar verbinden soll, aber sie ist nun mal der Meinung, dass es sich wohl nur um eine Formsache handelt. Für mich, mit meinem romantisch verklärten Blick auf die Dinge die eine Liebe ausmachen, ist es mehr, etwas besonderes, ein Schritt den man nicht zwischen Abendbrot und Abendfilm auf der Couch entscheidet, beschließt, in Betracht zieht...
Für mich ist dieser Bund eine Entscheidung fürs Leben und das möchte ich dann auch bitte so verstanden wissen und mindestens ein von Glückstränen gefülltes Auge möchte ich da zu erwarten wissen.

Tja, klingt nach verkehrter Welt bei uns, aber vielleicht schaff ich es ja noch einen nüchteren Blick auf die Dinge zu bekommen und dann starten wir mit gleichen Vorraussetzungen ins Rennen...

Donnerstag, 20. September 2007

Weiber *koppschüddel*

Ich bin ja wirklich nett, also jetzt so richtig, das ist kein Spaß. Und wenn mich jemand fragt, ob ich bei einem Umzug helfen könnte, dann sage ich, unter Berücksichtigung der persönlichen Einengung für mich auch gerne zu. Schließlich weiß ich, wie es ist allein umzuziehen oder Schränke und Betten allein aufzubauen. Zuckerschlecken geht anders. Also sagte ich meinem Bruder zu, als er mich fragte ob ich beim Umzug seiner Freundin dabeisein könnte. Jetzt mal die Umstände außen vorgelassen, dass es so aussieht als hätte sie keine andere Hilfe, nicht jeder kann Freunde haben. Ja, und wir, also sie und ich hatten in letzter Zeit so unsere Differenzen, denn wer Freunde von mir als Schlampen bezeichnet, kann nicht damit rechnen, dass ich ihm aufgeschlossen, mit einem Lächeln auf den Lippen begegne. Aber ich bin ja auch ein Mensch und dadurch zur Menschlichkeit berufen, so dass ich mich, meinen Groll vergessend überwinden kann, eine friedliche Koexistenz anzustreben.
"Aber auch mein Fass hat Grenzen und wenn es da ständig reintropft ist da irgendwann der Boden raus" (B. Stromberg) Und der Boden lief gefahr sich zu verflüchtigen, als sie mich heut fragte, warum ich denn helfe, wo wir doch unsere Differenzen hatten. Kann sie nicht einfach froh sein, dass ich mich dazu hab breitschlagen lassen? Ich meine: Was erwartet sie? Will sie, dass ich es mir nochmal überlege und kurzfristig absage und die Zeit mit Amica verbringe, mit Zukunftsplanung, Gegenwartsgenuß und Vergangenheitsschwelgen, was mir unheimlich lieber wäre, aber auch ich kann Abstriche machen, auch wenn ich nicht so gut wie andere in diesem Land, davon leben kann?! Das trägt nicht unbedingt zu friedlichen Koexistenz bei!

Mittwoch, 12. September 2007

faule Frauen

Gestern war so ein Abend, da fragte ich mich schon ein wenig, wo denn die Kamera versteckt sei oder ob dieser Dialog irgendwie mitgeschnitten wird. Nach langer Zeit hatte ich mal wieder das zweifellose Vergnügen meine Zeit mit einer sehr sehr guten Freundin zu verbringen. Sie ist nun seit einem Jahr mit ihrem Freund zusammen. Das müßte man nicht wissen wollen, aber es macht einfacher zu verstehen, was passierte.
Es war ein Jahrestag ohne Happy End, sagte sie mir, denn ER™ hätte ihr nicht mal den Anflug einer Aufmerksamkeit zukommen lassen. Kein Brief, keine Karte, kein kleines Geschenk ...das ich ihr erzählte, dass Amica und ich zu jedem Monats"jubiläum" etwas kleines in Petto haben, ermunterte sie auch nicht... Und dann noch die Begegnung mit ihrem Ex-Freund. Die Sprichwörtlich weichen Knie sollen sich da wohl in der Realität eindrucksvoll in Szene gesetzt haben...
Was sie von der aktuellen Beziehung erwarte, im Speziellen bezüglich des Jahrestags, hab ich sie gefragt ...was besseres fiel mir nicht ein...
"ich will doch keine teuren geschenke, sondern nur kleine aufmerksamkeiten..die was mit uns zutun haben..mir reicht auch ein..hey super, ich hab mich heute über den zettel am spiegel gefreut...ich muss immer nachfragen.." Sie nennt es so gern und zuckersüß "Romantik im Alltag" und das trifft es und das ist es was sie mit IHM™ gern intensiver hätte, aber er macht dicht, schreit gerne mal rum und es passiert nicht selten, dass die beiden im Streit den Tag beenden und die Nacht über sich herein brechen lassen.
Ob es das sei, was sie will, wollte ich wissen...
"die letzten wochen waren zauberhaft, aber das könnte daran liegen, weil wir uns so selten sehen...und ich will immer noch ein baby von ihm...ich wieß auch nicht wie sich das alles vereinbart..."
Bahnhof? Ich auch, aber ich kann aus dem weiteren verlauf des Gesprächs schöpfen und berichten: Es ging dann noch um Liebe und Zweisamkeit und Affen die Äste erst loslassen wenn sie einen anderen in der Hand haben. ich schlug mir mit der Hand an die Stirn und ließ mich nicht davon abhalten Ausführungen zu Einsamkeit und Zweisamkeit, Glück im Allgemeinen und Glück in Beziehungen von mir zu geben. Hauptaugenmerk dieser Ausführungen sollte auf dem Fakt liegen, dass der Mensch unabhängig von seinem aktuellen Beziehungsstatus Glück empfinden, sich glücklich wägen kann.
Ob sie die Beziehung so weiter führen möchte, kam es mir in den Sinn...
"ich bin zu faul" und "weißt du was das kostet?" ...ja, die Beiden wohnen zusammen und dennoch frag ich mich, können das Gründe sein sich in ein persönliches Unglück zu stürzen. Es klingt drastisch, ja, aber auf Dauer stumpft man ab, gewöhnt sich an die Ungerechtigkeiten und verrät seine Ideale und Prinzipien. Dabei sind dies die Dinge, deren Befriedigung ein soviel mehr an Glück bedingen können als bloße Zweisamkeit!

Sonntag, 2. September 2007

selbstbetrug,

...selbstzerstörertum. Davon sollen die folgenden Zeilen Zeugnis sprechen. Ohnmächtig seh ich mich der Situation gegenüber, so dass mir nur bleibt sie einmal zu schildern und vielleicht so den noch nicht ganz klaren Sinn dahinter zu erkennen. Der junge Mann, von dem diese Zeilen handeln werden, möge mir verzeihen, dass ich seine Entscheidungen hier reflektiert und reflektierend publiziere.
Ziemlich lange waren die beiden ein sogenanntes Paar, also wenn ich mich recht erinnere mindestens vier Jahre. Und diese Zeit war nicht immer leicht, auch das hab ich als Außenstehender sehen können. Sie war oft und oft auch lang im Ausland während dieser Zeit, derweil er sich in seinem Studienzimmer die Zeit herbeiwünschte, dass sie wieder da sein würde und ihr Versprechen, nicht mehr zu gehen, wahr werden ließe. Aber auch er hat sie, für mein Verständnis, zu oft am Wochenende in der gemeinsamen Wohnung zurückgelassen um seinem Hobby zu fröhnen. Das betrachtete ich schon immer kritisch und an dieser Einstellung wird sich nun, da es passiert ist, auch nichts mehr ändern, denn die Situation kann nicht mehr anders werden. Vor einiger Zeit kündigte sie nämlich an, die gemeinsame Wohnung in Bälde zu verlassen und damit dann die Beziehung als beendet zu behandeln. Das ist nun drei, vielleicht vier Wochen her und der letzte Stand meiner Informationen sagt mir, dass sie immer noch hinter der selben Wohnungstür leben und gemeinsam in einem Bett schlafen. Er sagte: "Es ist in anbetracht des nahenden Endes intensiver geworden" und er brauche die Zeit um dann, wenn sie ausgezogen ist, damit abschließen zu können... Da fängt mein Unverständnis an und es gibt nichts, welches es in Luft aufzulösen vermag. Was ich meine: Die gemeinsame Zeit die er jetzt noch versucht mit ihr zu leben ist nur ein herausgezögertes, ein schleichendes Ende. Meine Oma sagt: "Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!" und sie hat recht, denn je länger er sich jetzt der Illusion hingibt, noch eine glückliche Zeit mit ihr verbringen zu können, desto härter und niederschmetternder scheint das Ende zu werden. Sicher, vielleicht ist es genau das, was er möchte, den Schlussstrich wie einen Stich, wie ein herausgerissenes Herz spüren, aber es will sich mir nicht erschließen, warum?! Es ist der einfachere Weg jetzt noch darauf zu warten, dass sie ihre Koffer packt und dann endgültig verschwindet. Der einfachere aber nicht der bessere, in meinen Augen, und es lässt eine unermäßliche Wut auf ihn in mir hochkochen, wenn ich sehe wie er sich der Situation ergibt, wie er ins temporäre Verderben rennt und versucht die Augen vor dem zu verschließen was nun, da es ausgesprochen ist, dass es keine gemeinsame Zukunft geben wird und kann, unausweichlich auf ihn zukommt. Und ja, er hätte die Möglichkeit sich für einen gewissen Zeitraum von "zu Hause" fernzuhalten. Selbstbetrug und Selbstzerstörertum par excelance...

Samstag, 25. August 2007

voller verständnis sollen wir sein

"Meine Frau sagt, das wollen wir nicht" las ich auf callcenter agent und sah mich erinnert an jene Situationen in denen Amica sagt: "Nein!" und ich mich still ihrem Urteil oder ihrer Entscheidung ergebe um ihr einen Gefallen zu tun. Denn so ist es, Männer machen jene Kompromisse zu denen Frauen nicht bereit sind, weil sie sich an ihr Bild des schwachen Geschlechts klammern und meinen ein Maß an Einfühlung und Aufmerksamkeit wert zu sein, welches kaum ein Mann aufzubringen vermag. Mann sagt dann ruhig: "Ok!" So ging es mir auch, um mal, auf die Blasen-NichtBlasen-Diskussion zurückzukommen als ich meine Ex dazu ermuntern wollte "ihn" doch mal in den Mund zu nehmen und sie mich entsetzt ansah und ihre einzigste Frage war, ob ich denn wisse, wie sich so ein Schwanz im Mund anfühlt. Das ich ihr "ja!" entgegnete hat sie nur noch mehr verwirrt und so war es dann, dass sie es nicht wollte und ich auch, um ihr nicht zu nahe zu treten, nicht mehr danach gefragt habe...
Es sind die vielen Dinge die ein Mann stillschweigend hinnimmt wenn seine Frau oder in meinem Fall Amica dagegen ist, wo er sich sagt: "Ok, wenn du nicht willst" und das meist nur mit einem kleinen, kaum hörbaren Zähneknirschen. Was er davon hat, ist eine zufriedene Partnerin an seiner Seite, die auch mal bereit ist ihren Freundinnen gegenüber zu erwähnen, wie einfühlsam ihr Begleiter doch ist. kaufen kann man sich davon nichts, aber darum geht es ja auch nicht, denn man setzt sich ja zum Ziel Glück zu verbreiten und in die Beziehung zu bringen und da ist eine Verneinung des vermeintlich Schwächeren Grund genug dies oder jenes sein zu lassen.
Mann selber, wenn ich mal weiterhin von mir ausgehe, hingegen sagt selten nein, versucht sich in die Situationen einzuleben und Neues mitzunehmen ohne vehement dagegen zu sprechen, nicht im vornherein und auch nicht währendessen...

Freitag, 10. August 2007

wir werden in der hölle schmoren

johnnie walker on the rocks with strawberry ice tea - hell hell HELL!

Dienstag, 31. Juli 2007

masturbierende weicheier

Da wir heut mal wieder die Masturbation als probates Mittel zum Stressabbau und zur Leistungssteigerung probierten, natürlich von Erfolg gekrönt, fasse ich mir ein Herz aus der Zwickmühle eine gewinnbringende Kornmühle zu machen...oder so...finde übrigens die Kombination von probat und probiert sehr schön, da bin ich dafür, da bin ich PRO...

Alles fing damit an, dass jemand "Weichei" als omnipräsenten Begriff in meinen kläglichen Wortschatz zurückführte, so dass ich gezwungen war noch am selben Abend über jene Erscheinung, nicht die Begrifflichkeit sondern das beschriebene Subjekt, mit einigen Vertrauten zu diskutieren. Dabei traf mich am härtesten, was nicht die bleibende sondern einzig die momentane Wirkung beschreibt, die Aussage "Alle Männer sind Weicheier!" einer eigentlich sonst sehr objektiven Frau. Naja, was solls dachte ich mir, die meisten Argumente wie "...weil sie Schmerzen nicht ertragen können" oder "...immer besser sein/das bessere haben wollen als andere" konnte ich ja mit Evolutionstheorie, Gebärauftrag, Jagdverhalten und Imponiergehabe/Balzverhalten von Männchen beiseite schieben.

Worauf wollt ich hinaus? *grübel* ... Ach...

Ich finde ja Frauen sind die eigentlichen Weicheier! Vorallem wenn sie anfangen die Schuld für gewisse Sachen bei den Männern zu suchen. Sowas würde mir, als Mann im besten Alter, nie einfallen. Dafür mag ich Frauen zu sehr, mag ihre Macken und Schrullen, die Verquertheit einiger find ich auch ganz süß und ganz besonders mag ich es wenn Frau Frau ist. So! Und ich finde zu einer Frau gehört ein gesundes Selbstverständnis, dass ihr gebietet sich selber stimulieren zu können - nicht zu müssen! - zu können! Also erfahren zu haben, wie ihr Körper funktioniert, wie sie es gerne hat und was absolut überhaupt gar nicht geht in Worte zu kleiden und/oder Hände, Münder und Penisse so zu steuern, dass das Maximum an Lust, Extase und Glück zu empfinden ist.
Dies also, soll als Aufruf verstanden sein, liebe Weicheier, zur Masturbation als Weg zu sich selbst!

Dienstag, 17. Juli 2007

"wie macht ihr weiber das?"

Es geht darum: Mann bewegt sich z.B. durch die Fußgängerzone. Mann sieht attraktive Frau. Mann schaut Frau ausführlichst an und kann sich nicht dagegen wehren zu denken: "Schöne Frau!"
Anders: Frau bewegt sich z.B. durch die Fußgängerzone. Frau schaut sich gar nicht um, läuft an attraktiven Mann vorbei, ignoriert ihn. Was nicht heißt, sie würde ihn nicht sehen, aber Frau schafft es zu unterdrücken, dem Mann zu zeigen "Du bist ein schöner Mann!"

Sicher hab ich auch schon davon gehört, dass Frauen es als unangenehm empfinden angestarrt zu werden, doch soll es hier darum gehen, zu sehen, nicht zu starren, zu denken, nicht zu sabbern.

Vielleicht hab ich auch nur ein falsches Bild von attraktiven Männern oder vielleicht gibt es die so selten, dass ich den Blick und das zustimmende Nicken der Frauen noch nie entdecken konnte.
Kann das wirklich an einem der folgenden Gründe liegen, die mir von einem weiblichen Wesen zugetragen wurden?

UNSICHERHEIT - führt sie an, also die Angst vor einer Enttäuschung, wenn er nicht zurückschaut und vielleicht nicht so von der Schauenden denkt, wie sie von ihm. Oder er könnte vielleicht genervt sein. Liebe Frauen - schaut mich an, ich reiß euch dafür nicht den Kof ab. Und noch was: Diese Unsicherheit begleitet auch Männer und jetzt fragt mich nicht, warum die fähig sind, sie zu überwinden...

"oh erwischt" - "Entblößung" nennt sie es. Dem soll der Grundgedanke des "Um Himmels Willen, er soll doch nicht wissen was ich denke!" zu Grunde liegen. Ein Punkt den ich nicht verstehen will, schließlich geht es doch auch darum, dem anderen ein gewisses Gefühl des "gut seins" zu vermitteln.

"nicht die Genugtuung geben" - nachvollziehbar, bei arrogant wirkenden, die Nase gen Himmel tragenden Kerlen.

Frauen sollen wohl auch nur Menschen sein und mit Trieben bestückt durchs Leben gehen. Das sie diese allerdings so gekonnt und wissentlich unterdrücken, will mir nicht in meinen Schädel. Vorallem kann ich in diesem Zusammenhang den Gedankengang "Mich schaut nie einer an" nicht nachvollziehen, denn: Warum sollte er, wenn er doch sowieso nur ignoriert wird?!

Mittwoch, 11. Juli 2007

wie es wäre ...

... statt Schwanzträger, Schlitzpisser zu sein, fragte ich mich schon ein paar Mal und irgendwie finde ich keine geeignete Antwort die über "Mir würden andere Wege offen stehen" hinaus geht, daher dies kleine Gedankenexperiment. Vielleicht schaffen es ja Worte zusammenzufassen was mich erwarten würde.
Wäre ich eine Frau, würde ich natürlich unverschämt gut aussehen, also zu meinem Dasein als Mann keine Abstriche akzeptieren. Was ich mir bisschen schwierig vorstelle, ist meine Größe zu transportieren, also mach ich mich mal zehn cm kleiner, also 1,80. Haare wären mittellang bis lang, Haarfarbe würd ich behalten. Konfektion 36/38, 75B und Schuhgröße 39. Fertig! Was würde mich also erwarten?
Das erste, was mir einfällt, ist, dass das Spektrum der zur Verfügung stehenden Kleidung sprunghaft ansteigen würde, ich würde behaupten mit 10 potenziert würde. Es gäbe Stilettos, Ballerinas, Clarks, Sneaker, Stiefel, Sandaletten, Peeptoes, Mules, Deux Pièces, Slings und so weiter und sofort für mich zur Auswahl. In meinem Schrank könnten Röcke, Kleider, verschiedenste Hosen (neben Jeans) darauf warten, von mir ausgeführt zu werden. Das könnt ich dann alles mit Tops, die sich in Trägerbreite, Ausschnitttiefe und -schnitt, Farbe, Muster, Rückenschnitt, Betonung unterscheiden, Blusen, T-Shirts, Polos usw. kombinieren. Im Sommer am Strand oder Freibad bzw. im Winter im Hallenbad könnt ich wählen zwischen Badeanzug oder Bikini, und bei beiden einer nicht enden wollenden Auswahl an Schnitten und Farben ausgesetzt sein. Beim Sport könnt ich leger oder sexy auftreten, bei Abendveranstaltungen, das kleine Schwarze oder das schönste aller Kleider tragen ... Ganz zu Schweigen von der Vielzahl der Wäschestücke und Varianten für drunter und die Nacht. Mir wird schwindelig.
Aber Klamotten allein machen ja eine Frau noch nicht zur Frau, sie machen nur ihr Leben schöner. Will ich mir also mal um die körperlichen Belange einer Frau Gedanken machen. Fangen wir mal ganz harmlos an: Kraft und Ausdauer ... Da der weibliche Körper anatomisch aufs Kinder kriegen und versorgen ausgelegt ist, sind die Fettreserven, die im Laufe der Zeit angelegt werden, größer als beim (normal gebauten) Mann, dafür müssen Muskeln weichen, also sowohl Ausdauer- als auch Kraftmuskulatur. Dies sollte aber nicht das Problem darstellen, schließlich weiß die männliche Bevölkerung darum und ist sicher gern bereit mir die schwere Wasserkiste in den dritten Stock zu tragen oder beim Reifenwechsel unter die Arme greifen. Immer öfter höre ich von Diäten und dem wohl ständig währenden Gefühl einer Frau "ich bin zu dick“ ... dass diese Fettreserven, die es ermöglichen Kinder zu gebären natürlich hier und da mal sichtbar sind, kann man nicht ausschließen, allerdings ist es auch so, dass Männer (und ich kann das ja hier so unverblümt sagen, schließlich kann ich mich auch in die Realität zurück versetzen) auch Gefallen an Rundungen und kleinen Pölsterchen haben. "Was zum Anfassen" ist ein gern gebrauchter Satz. Also sollte Frau mit entsprechendem Selbstbewusstsein durchs Leben gehen und den Realitätsbezug nicht aus den Augen verlieren. Dass dies natürlich manchmal auf die Verfügbarkeit von gewissen Kleidungsstücken zurückfällt, lässt sich nicht schön reden, jedoch bleibt die Auswahl größer, bunter, schöner.
Welche anatomischen Besonderheiten gibt es noch zu beachten? Nun, vielleicht eingangs erwähnter Schlitz. Zum Wasser lassen muss Frau sitzen, wahlweise hocken. Dass dies nicht immer und überall so möglich ist, wie das schnelle Auspacken eines Penis ist schon klar, dafür haben Frauen (zumindest die, die ich kenne) beeindruckend große Blasen und verdammt kräftige Schließmuskeln.
Brüste - Mann denkt da vielleicht: "hey, is doch super, immer was dabei zum anfassen und spielen und her zeigen". Dass Frau dies anders sieht, ist mir bewusst. Manch eine sagt: "Es sind nur Brüste" und viel zu oft mit dem Nachsatz "deine Mutter hat auch welche" - darüber möchte Mann nicht nachdenken (müssen). Dass Brüste im Weg sein können, kann ich in bestimmten Situationen nachvollziehen, dass sie aber beim Sport als Störfaktor gelten könnten, kann ich spätestens seit den Animationen eines englischen Sport-BH-Herstellers nicht mehr glauben. Brüste, egal wie klein oder groß, sind, richtig in Szene gesetzt, vielleicht gestützt und geschützt ein Symbol für Fruchtbarkeit, das männliche Mitmenschen anzieht und wahlweise zum Sabbern verleitet. Brüste sind Machtmittel!
Die Vagina - und hier hört meine Vorstellungskraft dann auf und es geht mir so wie Frauen die sich versuchen vorzustellen, wie das Auskommen mit einem Penis möglich ist. Aber eng mit der Scheide verbunden sind die Monatsblutungen, die bei vielen Frauen mit Schmerzen einhergehen, sogenannte Stimmungsschwankungen hervorrufen, Unwohlsein bedingen und wahlweise einfach nur nerven oder immer zur falschen Zeit kommen. Damit muss ich umgehen lernen.
Po - mitunter auch Arsch genannt. wohlgeformt wünscht man sich diesen als Frau, nicht zu groß, lieber klein. Das man auch als Frau dies nicht beeinflussen kann scheint deprimierend, aber wohl auch so gewollt. Auch hier gilt wieder das Prinzip Selbstbewusstsein.
In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist - wie stell ich es mir vor, das Innerste einer Frau, ihre Gedanken und Gefühle? Frauen wohnen und leben in ihrem Körper, als Frau achte ich natürlich darauf WAS ich WANN und WARUM esse ... als Mann unvorstellbar, weiß abends selten, was es mittags gab, Nahrungsaufnahme als Zweck steht da im Vordergrund ... als Frau allerdings weiß ich was mir gut tut und achte auch darauf, und auch darauf, dass mein Partner seine Ernährung bewusster gestaltet. All das befähigt mich dann auch, meinen Körper zu hören, ihn zu lesen und Anzeichen von drohenden Krankheiten zu analysieren und frühstmöglich zu intervenieren. Und dazu gehört auch, da ich ja in meinem Körper lebe, diesen regelmäßig auf Herz, Nieren und Gebärmutter prüfen zu lassen. Regelmäßigkeiten - für Männer unvorstellbar und dann auch noch bei nem Arzt? Zu Hause in der eigenen Garage ... aber lassen wir das. Als Frau spreche ich also halbjährlich bei der Gynäkologin meines Vertrauens vor um mir unter Überwindung all meines Schamgefühls bestätigen zu lassen, dass alles "Tip Top" ist.
Und da ist Schamgefühl nur eines von unzähligen Gefühlen, die mich als Frau erwarten. Da gibt es kein schwarz und weiß mehr, da gibt es Nuancen von Freude und von Trauer und alle möchte ich leben und allen gebe ich eine Berechtigung und alle möchte ich ausleben dürfen, ohne schief angeschaut zu werden.
Der Alltag in unserer Gesellschaft hängt auch sehr eng mit meiner Gefühlswelt zusammen. Mit meiner besten Freundin teile ich viele meiner Gedanken und sie wird auch viel früher als mein Partner merken, wenn mir irgendetwas nicht passt, ich eine Umarmung brauche oder mir irgendetwas Unbeschreibliches auf der Seele brennt. Darüber hinaus bin ich dann Ansprechpartnerin von einem guten, männlichen Freund, dem ich in den Fragen zu Frauen im Allgemeinen und seinem Liebesleben im Besonderen mit meiner meist radikalen Meinung gegenüber seinen Frauenvorstellungen mit meinem weiblichen Rat zur Seite stehe. Sehr gern hätte ich wohl auch einen homosexuellen Freund, warum auch immer.
Wäre ich eine Frau - so müssten eigentlich viele Sätze in diesem Bericht beginnen - würde ich die Wochenenden damit verbringen, auszugehen, mit meinen Freundinnen tanzen gehen. Hätte ich einen Freund, wäre dieser natürlich vorrangiger Mittelpunkt meiner Wochenenden, aber halt nur solange, wie ich ihn zu den Unternehmungen die mir gefallen, überreden kann.
Unter der Woche treffe ich eine Vielzahl von Freunden und Bekannten, zum Essen vielleicht oder zu gemeinsamen, unter anderen sportlichen, Unternehmungen. Überhaupt wäre mein Freundeskreis größer, als der eines Mannes. Vielleicht würde ich auch ein Ehrenamt innehaben, aber sicher bin ich mir da noch nicht.
Natürlich würde ich mich darum bemühen einen guten Job zu bekommen. All jenen die meinen, ich hätte mich eventuell hochgeschlafen oder nur mit Äußerlichkeiten überzeugen können würde ich ein "Na und?!" entgegenschmettern, immer in dem Wissen ich habe hart für meine Position gekämpft und sowohl sexuelle Übergriffe als auch Visuelles hat nicht dazu beigetragen. Als Frau hätte ich es dennoch nicht leicht, mich zu behaupten. Schließlich muss mein Arbeitgeber immer damit rechnen, dass ich mich auf Wichtigeres, wie z. B. das Gründen einer Familie (mit Kindern!) besinne. Deswegen würde er mein Gehalt, ungerechterweise am untersten Limit ansiedeln. Sich als Frau da durchzuschlagen, mit Leistungen zu überzeugen und zu zeigen, dass mein Engagement dem eines männlichen Mitarbeiters gleich kommt, würde sicher nicht einfach sein.
Wäre ich eine Frau, wäre ich wohl eine der Wenigen, die mit einem übersteigerten sexual Trieb ausgestattet sind und liebevoll Nymphomaninnen genannt werden.

Freitag, 25. Mai 2007

"hab mich lieb!"

"ich hab dich doch lieb" ...und trotzdem überleg ich mir, wie es wohl sein wird nie wieder eine Frau in so liebreizenden Sachen sehen UND anfassen zu dürfen. Sicher, es spricht gegen ihre Einstellung und gegen all die guten Werte die ihre Eltern ihr mit auf den Weg gaben, es spricht vielleicht auch gegen ihr gutes Körpergefühl, aber wie kann sie das beurteilen?
Es handelt sich hier nicht um die Lebensentscheidungen beeinflußenden Fragen, aber wenigstens um Erkenntnise zur Kompromißbereitschaft. Und ein resolutes "Nein" bleibt auch dann ein "Nein" wenn nach nochmaligen nachfragen zähneknirschend ein Versuch, dessen Erfolgsaussichten aber von vornherein ausgeschloßen werden, angeboten wird.
Geschmäcker sind verschieden, so nüchtern bewußt ist mir das noch nie geworden und so direkt wurde es mir auch noch nie unter meine Nase gerieben. Werds wahrscheinlich trotzdem überleben...

Nachtrag 19:00: Den schlechten Erfolgsaussichten zum trotz, bin ich für einen Versuch.