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Mittwoch, 2. Juli 2008

Manieren? Freunde verlieren?

Ich weiß nicht, wie ich diesen Eintrag betiteln soll. Es geht im Allgemeinen um das Zerbrechen von Beziehungen, über die Zeit die danach kommt, über das Verhältnis von Ex-Partnern untereinander und im Speziellen natürlich wie immer um meine Erfahrungen und die meiner Freunde.
Gerade eben habe ich per ICQ eine ziemliche Abfuhr erhalten - von einem Exfreund. Er hätte keine Lust, mit mir über sein Privatleben zu tratschen. Klang am Anfang des Gesprächs noch gar nicht so. Muss ich mich jetzt über seine Unfreundlichkeit aufregen? Zur Vorgeschichte...
Wir waren eine sehr lange Zeit zusammen, seit wir beide Teenager waren. Wir haben zusammengewohnt, wir haben die Zukunft zusammen geplant, doch irgendwas war nicht richtig. Immer wieder kamen Zweifel an der Richtigkeit unseres Tuns. Meinungsverschiedenheiten, Streits, unvereinbare Differenzen. Und meinerseits immer wieder Verliebtheiten und Schwärmereien für andere Männer. Irgendwann wurde die Distanz so unüberbrückbar und der Versuch einer erneuten Beziehungsreparatur erschien so wenig sinnvoll, dass wir uns trennten. Ich ging - erleichtert, traurig und ängstlich - meinen Weg weiter. Er hingegen fiel in ein tiefes Loch. Weinte wochenlang und nahm unsere gemeinsamen Freunde in Beschlag. Ich fand das in Ordnung, schließlich ging es ihm schlecht. Nach einer Weile hatte er sich wieder aufgerappelt und wir konnten sachlich miteinander kommunizieren, wenn Dinge zu organisieren waren und lustigen Smalltalk halten, wenn es die sozialen Ereignisse erforderten. Ein gewisser boshafter Unterton schwang jedoch zumindest von seiner Seite her immernoch mit.
Dann ging ich eine neue, weitaus erfüllendere und glücklichere Beziehung ein. Als er es erfuhr, brach er in Tränen aus. Ein letztes Aufbäumen der alten Gefühle, nehme ich an. Danach entspannte sich die Lage und kurz danach hatte auch er wieder eine Freundin.
Mit dieser Freundin bin ich inzwischen selbst sehr gut befreundet. Wir sind uns sehr ähnlich (was sicherlich zu denken gibt) und mögen uns sehr. Die beiden hatten die Verabredung, dass sie mir keine intimen Details über ihn und ihre Beziehung erzählen sollte.
Durch die Freundschaft mit ihr sah ich auch ihn recht regelmäßig und wir verstanden uns sehr gut - bis auf ein paar spitze Anmerkungen von ihm hier und da.
Jetzt sind die beiden getrennt und aus ihren Erzählungen klingt durch, dass es ihm wieder nicht so gut geht - nicht so wie damals, aber es scheint ihn mitzunehmen. Ich habe mir Sorgen gemacht, habe seine beiden besten Freunde gebeten, ein Auge auf ihn zu haben und für ihn da zu sein. Dann eben sah ich ihn bei ICQ, sprach ihn an, wir unterhielten uns nett. Ich sprach die neusten Entwicklungen nicht an, fragte nur höflich nach, zu dem was er erzählte.
Dann plötzlich dieser Satz:

ich mag ja ein wenig angetrunken und redselig sein, aber zum tratschen mit dir über mein privatleben habe ich gerade irgendwie nicht so die lust
Hat er nach über 2,5 Jahren noch das Recht, mich so anzupflaumen? Sollte nicht die Entwicklung der letzten Zeit alte Wunden zumindest übertönt haben? Oder bekommt er den "Gerade-getrennt"-Bonus? Soll ich ihm die Aussage nachsehen und abwarten, was passiert? Oder sollte ich ihn endgültig abhaken und sämtliche Versuche in Richtung Freundschaft und evtl. Aufarbeitung vergessen? Man muss nicht mit jedem befreundet sein... Aber schade wäre es schon, irgendwie. Was meint ihr?

PS: Die beiden haben sich übrigens im Guten getrennt und stehen in ständigem freundschaftlichen Kontakt. Er möchte weiterhin gut mit ihr befreundet bleiben...

Donnerstag, 15. November 2007

versteh ich nicht...

...heut mal wieder: männer!

von einem freund angelogen zu werden ist hart, vom besten freund nur die hälfte der wahrheit zu erfahren ist härter... gerade weil er doch jener beste freund ist, den es für mein so sehr bedarf, wie den kaffee im büro und eben weil unsere freundschaft doch auch und immer schon ein höchstmaß an vertrauen vorraussetzt, fühle ich mich bei dem teilsatz "bekannte aus der schulzeit" mehr als nur verarscht...
könnt ihr nicht nachvollziehen? ganz einfach, es ging um die aktivitäten, die er am abend so vollbracht hat. nahm sich die zeit, ein computerproblem zu lösen. für eine "bekannte aus der schulzeit" - seine ex-freundin... ich kenn sie gut, mag sie, schätze ihre meinung und stehe deshalb in regem kontakt und weiß daher, dass sie jene, computerproblemhabende "bekannte" ist...
es ist nicht der umstand, dass sie sich sehen, nein, ganz und gar nicht! das kann ich nur unterstützen, gut finden, als gute idee der weltöffentlichkeit präsentieren. es ist gut sich zu sehen, sich zu unterhalten, sich nicht aus den augen zu verlieren ... ich kenn das, bei mir kam damals dann noch die nonverbale nähe dazu - ich bereue nichts! und kann es gefestigten charakteren nur immer wieder sagen: "wenn man sich oder den anderen dabei nicht hinters licht führt, ist das legitim und gut für beide seiten" ... den weg zurück in die beziehung über die körperliche komponente gibt es sowieso so selten, dass die gefahr dafür recht gering ist... man muß sich nur einig sein...
wie gesagt, es ist nicht jener umstand, es ist vielmehr der, dass er mir etwas vorenthält, was neben "interessant zu wissen" ein ganz großes stück "er" ist und vertrauen in einer freundschaft fängt für mich bei einem selber und der sicht auf sich an ... soll heißen, wenn er mir sagt, er hätte einer "bekannten" geholfen, dann glaubt er auch selbst, es sei nur eine bekannte und verleugnet vor mir und schließlich auch vor sich die gemeinsame zeit mit ihr...und das tut weh! beides!

Sonntag, 11. November 2007

eindeutige angebote

Während Rabenfeder sich über fehlende Möglichkeiten für den Koitus beschwert, sie quasi nicht bekommt, möchte ich anmerken, dass es als gestandener Mann nicht immer leicht, meist aber besser, wenn nicht gar notwendig ist, ein offensichtliches Angebot auszuschlagen. Die Frage allerdings lautet: Wie kommt es zu solchen Angeboten?

Nun, da ich in einer Beziehung stecke, strahle ich sehr häufig eine überlegene Zufriedenheit aus. Zufriedenheit ist sexy, ich schwör. Darüber hinaus scheinen Frauen es Männern anzusehen, dass da eine andere den Finger drauf hat und das gibt der Begehrtheitsbewertung noch einen zusätzlichen Schub. So kommt es dann, dass man von Frauen die man schon lange kennt, aber auch von gerade kennengelernten offensichtliche und auch offensichtlich versteckte Andeutungen an den Kopf geschmettert bekommt.

Was lernen wir daraus? Das übliche, das was in meinen Augen schon immer wichtig bei der (Kopulations)Partnersuche ist:

"Sei locker!"

Das übliche Verkrampfen des Suchenden, der flimmernde Blick des Sehnenden, das schreckt ab. Interessant ist der, der mit sich selber im Reinen ist, der zufrieden durchs Leben geht und nicht nach Außen darstellt, dass er auf der permanenten Suche ist. Nach außen gekehrtes Glück ist ein Garant für neue Bekanntschaften.

Donnerstag, 18. Oktober 2007

so kanns gehen...

Was glaubst du, könnte eine Frau denken, wenn du sie in der Straßenbahn anlächelst? Du, ein attraktiver, junger Mann, Mitte/Ende Zwanzig oder so ...

Wer kommt drauf? Also die Frau die mir darüber etwas berichtet hat bezeichnet sich selber als schüchtern, was aber dann eigentlich nur sekundär auf ihre Reaktion Einfluß hat.

Zurück in die Straßenbahn, die nun zwischen den Häusern der Innenstadt krachend, klappernd und immer irgendwie unbeholfen wirkend dahinfährt, du drin, sie drin und die Bahn nähert sich der Haltestelle, an der du sie für immer verlieren könntest. Jetzt heißt es schnell handeln...
Soll heißen: checken ob irgendetwas an ihren Händen, am Hals oder sonst wo auf eine(n) Andere(n) deutet und dann - wir sind Optimisten, da ist nichts zu finden und unter uns: sie ist "zu haben" - versuchen Blickkontakt aufzubauen! So stand das doch in diesem dämlichen Ratgeber "So schleppen sie jede ab" - nicht dass du den nötig hättest, dein Kumpel hat dir davon erzählt und du hast nur müde gelächelt - also, immer wieder, immer und immer wieder hingucken, lächeln nicht vergessen, genau, das schönste Colgate-Lächeln, dass du hast ... Blickkontakt hergestellt ...

"Meint der mich? Nee, kann nicht sein..."

... und schon wieder vorbei ...

Tja, damit muss man rechnen, wir sind hier nicht bei "wünsch dir was" sondern bei "so isses"

Weiter beobachten, im Auge behalten, ist die Devise ... Menno, nur noch zwei Stationen ... nochmal alles an Ausdruck in Augen und Gesicht, Körperhaltung korrigieren und - es muß einfach klappen ... Jetzt! Sie guckt!

"Warum guckt der Typ mich so komisch an"

... und schon wieder vorbei ...

Verdammt, du hast nur noch eine Haltestelle, dann mußt du raus! Jetzt muß es klappen, jetzt oder nie ... Lässig wirken, nich so verkrampft, den Blick schweifen lassen - wir sind so cool, uns kann niemand was an - da ist er, ein Blickkontakt, lange, du lächelst und sie ...

Oh, ein netter, gut aussehender, junger Mann, aber wenn ich jetzt zurücklächle dann glaubt er vielleicht ich bin leicht zu haben!

"nächster Halt Baaahn-hoooof-strase" - Du mußt raus - Beim aussteigen wirfst du ihr einen letzten (verzweifelten) Blick zu ... sie lächelt Dich an ... "Warum jetzt?" magst du vielleicht denken aber auch das ist ganz einfach:

Mitleid!

Alles kann, nichts muss, wollte es ja nur mal gesagt haben, nicht, dass du Abend für Abend frustriert ins Kissen weinst, weil dich angeblich keine beachtet. Es gehört halt doch viel mehr dazu, als ein Blick, ein Lächeln und deine perfekt liegenden Haare.

Mittwoch, 17. Oktober 2007

die DVDs im Briefkasten

Nicht nur Frauen schaffen es, mir über das Fortbestehen der Menschheit Gedanken machen zu müssen.

Sie und Er oder wie fang ich an? ... jedenfalls haben sie, na ihr wisst schon, so "Zwinker, Zwinker" ... Er hat dabei wohl, wenn ich ihren Ausführungen glauben darf, Spaß. Sie, nun, wie soll ich sagen, nich so. Ist halt nicht so effektiv, aber nicht, dass hier irgendwer auf den Gedanken mit der Matratze kommt, auf die Mann sich schwingt und sein Programm abspult. Ist halt mehr so, naja, das Vertrauensproblem. Sie versucht ihrer Rolle gerecht zu werden, sie weiter aufrecht zu erhalten, vergisst dabei natürlich völlig sich selbst. Auch versicherte sie mir, dass es nicht an mangelnder klitoraler, oraler oder sonstiger Stimulation neben der vaginalen liegt ... halt so wie Frauen versuchen ihren Stecher im guten Licht erscheinen zu lassen ... Und? Ende vom Lied? Sie denkt zuviel nach, ist ja auch alles so neu ...

Nun, bis hierher könnte man ihr vielleicht noch entgegen trällern: "Ja, warum vertraust dem Bubm denn nich? Will doch sicher nur dein Bestäs!"

Jedoch, und jetzt wird es kritisch, und ich bin mir sicher mich demnächst intensiver mit dem Genre auseinandersetzen zu müssen ... was Er sich nur dabei gedacht hat? ... "typisch Mann - nur Luft im Schädel" ... Sie holte einen absenderlosen Umschlag aus dem Briefkasten, gefüllt mit drei DVDs und keinem Anschreiben, keinen einzigen Wort, wohl auch die silbernen Scheiben waren unbeschriftet, aber das weiß ich so genau nicht. Ihr erster Gedanke? "Huch, eine Aufmerksamkeit, wie schön!" Ihr zweiter Gedanke? Dann wohl schon beim Sichten der Daten - "Widerlich! Warum wieder ich?"

Er ist ja nicht doof! Dachte sich (wohl): "Hey, sie kommt beim Pimpern nich so richtig aus der Haut. Was kann man da machen? Soll sie es sich doch mal angucken wie es richtig geht!"

Einige ahnen es schon und ich bin doch nur, ob dieser Begebenheit, zu einer Aussage fähig:

Pornos bringen euch nicht weiter!

...demnächst mehr zu diesem Genre der Unterhaltungskultur...

Donnerstag, 27. September 2007

auf der suche

Was suchen jene Menschen, die bei google.de, äquivalent .at, "masturbierende frauen" eingeben und auf "Google-Suche" klicken, äquvialent Enter betätigen? Hier gibt es keine Bilder von Frauen, auch nicht von es sich selber machenden! Wird es auch nie geben, nicht zuletzt weil der Gedanke "Kamera nicht vergessen" schon wieder aus meinem Gedächtnis verschwunden ist, wenn sich Amica auf dem Bett windet vor Lust. Und für Tipps zum masturbieren besucht doch bitte, wie schon einmal erwähnt, "schoener-onanieren.de" ... Natürlich könnte man noch ein paar Tricks und Kniffe HIER zusammentragen, aber dafür müßte mir die weibliche Leserschaft jene zutragen, denn mehr als "fass dich an!" kann ich der Frauenschaft da draußen nicht ans Herz legen.
Fast genauso häufig ist eine Suchanfrage, die da lautet: "schöne Penise" ...mal abgesehen davon, dass der Plural ein doppeltes S für sich beansprucht, hatte ich bereits erwähnt, dass es solche Exemplare durchaus gibt, ich selber schon welche gesehen und ... aber lassen wir das ... wollen jene Suchenden nun Bilder oder einfach nur Bestätigung? Ich meine, sicher ist es schwer für sich selber festzustellen, dass das eigene Geschlechtsorgan ein schönes ist, denn anders als bei Autos geht es hierbei nicht nur(!) um die Größe und die Felgen, wobei ich noch nicht mal wüßte, wie ich Felgen an einem Penis definieren würde ... Ich kann jenen Suchenden nur ans Herz legen: "Bleibt kritisch, aber akzeptiert eine leichte Krümmung" ... denn die kann durchaus ihren Reiz haben.
Nun aber mal weg von Brüsten, Vulven und Penissen ... ein weiterer, offensichtlich sehr beliebter Recherche-Gegenstand, befasst sich mit dem Dunklen, mit den Hinterngründen, mit dem Ort, wo die Kacke noch am Dampfen ist. Noch frag ich mich, was einen Menschen dazu bewegt nach "Arschlöchern" im weltweiten Datennetz zu suchen ... attraktiv ist anders, also meistens und um den Stereotyp Arschloch in der, den Suchenden umgebenden Situation auszumachen, bedarf es mehr als google, aber meist auch weniger als gesunden Menschenverstand.
Tja, leider hat an der Misere nicht nur google schuld, sondern auch yahoo, die t.online-suche und andere sogenannte Suchmaschinen. Kann man sich und sein Kleinod eigentlich vor bestimmten Suchanfragen schützen?

Montag, 24. September 2007

es wird ihn nicht geben...

...zumindest wenn sich nichts daran ändert, dass sich sowieso nicht viel dadurch ändert.
Noch nicht einmal kaputt machen wird sie ihn können, so wie Bridget Jones es fast geschafft hätte. Es wird sachlich zu gehen. Wenig romantisch. Wenn es soweit kommt, werden Amica und ich pragmatisch entscheiden: Es ist Zeit.
Nicht unbedingt berauschende Aussichten auf den Bund der uns vermeintlich untrennbar verbinden soll, aber sie ist nun mal der Meinung, dass es sich wohl nur um eine Formsache handelt. Für mich, mit meinem romantisch verklärten Blick auf die Dinge die eine Liebe ausmachen, ist es mehr, etwas besonderes, ein Schritt den man nicht zwischen Abendbrot und Abendfilm auf der Couch entscheidet, beschließt, in Betracht zieht...
Für mich ist dieser Bund eine Entscheidung fürs Leben und das möchte ich dann auch bitte so verstanden wissen und mindestens ein von Glückstränen gefülltes Auge möchte ich da zu erwarten wissen.

Tja, klingt nach verkehrter Welt bei uns, aber vielleicht schaff ich es ja noch einen nüchteren Blick auf die Dinge zu bekommen und dann starten wir mit gleichen Vorraussetzungen ins Rennen...

Mittwoch, 12. September 2007

faule Frauen

Gestern war so ein Abend, da fragte ich mich schon ein wenig, wo denn die Kamera versteckt sei oder ob dieser Dialog irgendwie mitgeschnitten wird. Nach langer Zeit hatte ich mal wieder das zweifellose Vergnügen meine Zeit mit einer sehr sehr guten Freundin zu verbringen. Sie ist nun seit einem Jahr mit ihrem Freund zusammen. Das müßte man nicht wissen wollen, aber es macht einfacher zu verstehen, was passierte.
Es war ein Jahrestag ohne Happy End, sagte sie mir, denn ER™ hätte ihr nicht mal den Anflug einer Aufmerksamkeit zukommen lassen. Kein Brief, keine Karte, kein kleines Geschenk ...das ich ihr erzählte, dass Amica und ich zu jedem Monats"jubiläum" etwas kleines in Petto haben, ermunterte sie auch nicht... Und dann noch die Begegnung mit ihrem Ex-Freund. Die Sprichwörtlich weichen Knie sollen sich da wohl in der Realität eindrucksvoll in Szene gesetzt haben...
Was sie von der aktuellen Beziehung erwarte, im Speziellen bezüglich des Jahrestags, hab ich sie gefragt ...was besseres fiel mir nicht ein...
"ich will doch keine teuren geschenke, sondern nur kleine aufmerksamkeiten..die was mit uns zutun haben..mir reicht auch ein..hey super, ich hab mich heute über den zettel am spiegel gefreut...ich muss immer nachfragen.." Sie nennt es so gern und zuckersüß "Romantik im Alltag" und das trifft es und das ist es was sie mit IHM™ gern intensiver hätte, aber er macht dicht, schreit gerne mal rum und es passiert nicht selten, dass die beiden im Streit den Tag beenden und die Nacht über sich herein brechen lassen.
Ob es das sei, was sie will, wollte ich wissen...
"die letzten wochen waren zauberhaft, aber das könnte daran liegen, weil wir uns so selten sehen...und ich will immer noch ein baby von ihm...ich wieß auch nicht wie sich das alles vereinbart..."
Bahnhof? Ich auch, aber ich kann aus dem weiteren verlauf des Gesprächs schöpfen und berichten: Es ging dann noch um Liebe und Zweisamkeit und Affen die Äste erst loslassen wenn sie einen anderen in der Hand haben. ich schlug mir mit der Hand an die Stirn und ließ mich nicht davon abhalten Ausführungen zu Einsamkeit und Zweisamkeit, Glück im Allgemeinen und Glück in Beziehungen von mir zu geben. Hauptaugenmerk dieser Ausführungen sollte auf dem Fakt liegen, dass der Mensch unabhängig von seinem aktuellen Beziehungsstatus Glück empfinden, sich glücklich wägen kann.
Ob sie die Beziehung so weiter führen möchte, kam es mir in den Sinn...
"ich bin zu faul" und "weißt du was das kostet?" ...ja, die Beiden wohnen zusammen und dennoch frag ich mich, können das Gründe sein sich in ein persönliches Unglück zu stürzen. Es klingt drastisch, ja, aber auf Dauer stumpft man ab, gewöhnt sich an die Ungerechtigkeiten und verrät seine Ideale und Prinzipien. Dabei sind dies die Dinge, deren Befriedigung ein soviel mehr an Glück bedingen können als bloße Zweisamkeit!

Sonntag, 2. September 2007

selbstbetrug,

...selbstzerstörertum. Davon sollen die folgenden Zeilen Zeugnis sprechen. Ohnmächtig seh ich mich der Situation gegenüber, so dass mir nur bleibt sie einmal zu schildern und vielleicht so den noch nicht ganz klaren Sinn dahinter zu erkennen. Der junge Mann, von dem diese Zeilen handeln werden, möge mir verzeihen, dass ich seine Entscheidungen hier reflektiert und reflektierend publiziere.
Ziemlich lange waren die beiden ein sogenanntes Paar, also wenn ich mich recht erinnere mindestens vier Jahre. Und diese Zeit war nicht immer leicht, auch das hab ich als Außenstehender sehen können. Sie war oft und oft auch lang im Ausland während dieser Zeit, derweil er sich in seinem Studienzimmer die Zeit herbeiwünschte, dass sie wieder da sein würde und ihr Versprechen, nicht mehr zu gehen, wahr werden ließe. Aber auch er hat sie, für mein Verständnis, zu oft am Wochenende in der gemeinsamen Wohnung zurückgelassen um seinem Hobby zu fröhnen. Das betrachtete ich schon immer kritisch und an dieser Einstellung wird sich nun, da es passiert ist, auch nichts mehr ändern, denn die Situation kann nicht mehr anders werden. Vor einiger Zeit kündigte sie nämlich an, die gemeinsame Wohnung in Bälde zu verlassen und damit dann die Beziehung als beendet zu behandeln. Das ist nun drei, vielleicht vier Wochen her und der letzte Stand meiner Informationen sagt mir, dass sie immer noch hinter der selben Wohnungstür leben und gemeinsam in einem Bett schlafen. Er sagte: "Es ist in anbetracht des nahenden Endes intensiver geworden" und er brauche die Zeit um dann, wenn sie ausgezogen ist, damit abschließen zu können... Da fängt mein Unverständnis an und es gibt nichts, welches es in Luft aufzulösen vermag. Was ich meine: Die gemeinsame Zeit die er jetzt noch versucht mit ihr zu leben ist nur ein herausgezögertes, ein schleichendes Ende. Meine Oma sagt: "Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!" und sie hat recht, denn je länger er sich jetzt der Illusion hingibt, noch eine glückliche Zeit mit ihr verbringen zu können, desto härter und niederschmetternder scheint das Ende zu werden. Sicher, vielleicht ist es genau das, was er möchte, den Schlussstrich wie einen Stich, wie ein herausgerissenes Herz spüren, aber es will sich mir nicht erschließen, warum?! Es ist der einfachere Weg jetzt noch darauf zu warten, dass sie ihre Koffer packt und dann endgültig verschwindet. Der einfachere aber nicht der bessere, in meinen Augen, und es lässt eine unermäßliche Wut auf ihn in mir hochkochen, wenn ich sehe wie er sich der Situation ergibt, wie er ins temporäre Verderben rennt und versucht die Augen vor dem zu verschließen was nun, da es ausgesprochen ist, dass es keine gemeinsame Zukunft geben wird und kann, unausweichlich auf ihn zukommt. Und ja, er hätte die Möglichkeit sich für einen gewissen Zeitraum von "zu Hause" fernzuhalten. Selbstbetrug und Selbstzerstörertum par excelance...

Donnerstag, 30. August 2007

die einseitige sicht

Amica bedachte mich mit der Zusendung dieses Links. Wir sind doch noch gar nicht verheiratet, war mein erster Gedanke und dann les ich, dann wirds mir unklar, ich meine, was wollte sie mir damit sagen? Das ich mich vielleicht zuwenig für das Zusammenleben engagiere, zuwenig investiere? Oder wollte sie mir mitteilen, dass ich doch aufpassen soll, was ich mit anderen Frauen anstelle? Der Bruch, sei es Ehe- oder "nur" Beziehung, ist ein Vorgang der durch viele Faktoren bedingt wird und da steht noch nicht mal die Lustlosigkeit im Bett der Angetrauten im Vordergrund. Sicher, wenn ein Mann sich zu dem beschriebenen (Un-)Menschen entwickelt kann ich den Sarkasmus der Autorin nachvollziehen. Da dachte ich noch nicht mal mehr daran, das Amica das auf mich beziehen könnte. (Jogginghosen? Nur wenn ich krank bin und niemand da und auch niemand kommen kann und selbst dann nur wenn sich der nahende Tod angekündigt hat...) Das der beschriebene Mann allerdings fähig ist sich eine Geliebte zu besorgen, möchte ich an dieser Stelle sehr stark bezweifeln! Und dann kommt mir auch wieder die Statistik in den Sinn wonach der Anteil betrügender Männer ebenso groß ist wie der betrügender Frauen. Und der Kommentar von anke, wonach zum Betrügen ein Mann und eine Frau gehören (wahlweise auch zwei Männer oder zwei Frauen) lässt mich dann doch wieder in der Sicherheit, dass es auch Frauen gibt, die der Realität noch nicht abgeschworen haben.
In dem Beitrag wird auf einen Artikel verwiesen, in dem wohl die Qualen beschrieben werden, die einen Mann beim Betrügen ereilen. Wenn man eine solche Untersuchung zum Betrugsverhalten von Frauen durchführen würde, währen die Ergebnisse nicht anders, aber das läßt sich ja nicht verkaufen, das gesellschaftlich als schwache Geschlecht gesehene ist in ihrem Sein unantastbar, es sind Ehefrauen und Mütter die nie auf die Idee kommen würden einen anderen Mann anzusehen und jeder der versucht darüber zu berichten ist ein Lügner. Darüber hinaus ist es auch so, dass Frauen, trotzdem sie eher gesprächig sind, solch zweifelhaften Aktionen keinen Ausdruck verleihen, Männer dagegen sehen sich in der Pflicht ihren Artgenossen davon und den damit verbundenen Erfahrungen zu berichten um sie vor ähnlichen Fehlern zu schützen.
Fazit: Betrügen ist schlecht! Betrogen wird von beiden Seiten gleichermaßen! Die damit einhergehenden Gefühle und Qualen unterscheiden sich zwischen Mann und Frau nur in Nuancen...

Dienstag, 28. August 2007

beziehung...

...oder weiteres offen lassen, es dahin trudeln und sich entwickeln lassen oder klipp klar sagen: "Ja, lass uns zusammen sein!" und wenn letzteres, was hat das zu bedeuten. Es geht ums definieren, Frauen wollen alles gern und schnell definieren, zumindest dann, wenn sie nicht explizit auf Abenteuer aus sind oder sich ihrer nicht sicher. Also, definieren, den tollen Typen den sie da ein paar Mal getroffen haben, der ihnen soooo unheimlich sympathisch ist und auch sonst alles hat, was sie von dem Mann an ihrer Seite erwarten sofort festnageln und das noch nicht mal im wahrsten Sinne des Wortes, denn dafür ist noch Zeit, wenn es endlich zu einer Übereinkunft über das mögliche Projekt "gemeinsame Zukunft" gekommen ist. Und selbst wenn frau sich dazu erweichen lässt, erst einmal "zu sehen", erst einmal dies und das gemeinsam zu unternehmen, erhebt sie Besitzansprüche. Also, um es kurz zu machen, lässt sich zu leicht und zu schnell in Situationen gefühlter Eifersucht drängen. Und für uns Männer geht es doch gerade darum die Eifersucht noch nicht in das Gemeinsame zu lassen. Wenn wir während dieser ersten Tage und Wochen andere Frauen treffen, dann doch nicht um etwas Besseres zu suchen, sondern um festzustellen, dass wir die beste bereits gefunden haben. Und wenn dem nicht so ist, dann ist es für die Frau das Beste, dass wir es noch früh genug erkannt haben. Männer wollen sich nicht festlegen, nicht in den schönen Momenten einer sich anbahnenden Liebelei aus der einmal eine handfeste Beziehung und mitunter auch glückliche Familie wachsen kann, nein, daran denken Männer nicht und sie wollen es nicht und ich finde das auch wichtig und richtig so, denn zuviel kann man sich mit einer verfrühten Definition verbauen, zuviel Schmerz kann man so unter die Menschheit bringen.
Männer wollen Remarques Liebende sein, sich treffen, hier und da, sich näher kommen, sich entdecken möchte man sagen, sich gemeinsam in etwas hinein entwickeln.
Frauen wollen alles und das auf einmal, sie suchen die Definition um ihrer Unsicherheit keine Aufmerksamkeit schenken zu müssen. Sicher, auch wollen sie den anderen kennen lernen, aber das doch dann bitte in sicherer Atmosphäre.
Und es geht noch weiter, denn wenn Mann sich durchsetzt und es schafft sich keiner Definition der Beziehung im Allgemeinen und auch nicht im Speziellen hinzugeben, definiert es Frau und Mann kann sich kaum, nur mit einer Beendigung der Affäre, aus der hätte mehr werden können, dagegen wehren oder nur mit der Zustimmung zum Bestimmten sich ergeben. Alles andere ist zweck- und aussichtslos, denn es würden nur noch mehr Fragen aufgeworfen werden deren Beantwortung noch viel mehr kostbare, gemeinsame Zeit kosten würde.
Dabei möchte Mann sich nicht frei halten für andere, er möchte nicht jederzeit verfügbar sein, alles was er möchte ist seine Freiheit und das Gefühl ein selbstbestimmtes Individuum zu sein, nicht auf einen Schlag, unbeeinflussbar und sich ergebend zu verlieren.

Freitag, 10. August 2007

Fahrradfahren ist gefährlich für Eier

...meint Amica.
Die Schlafzimmertür ging auf, ich lag halbnackt, nun mehr halbschlafend auf dem Bett, war beim Lesen eingedöst und mir kam der Gedanke, der Schöne "Hey, nette Idee, jetzt wo sie fertig ist mit der Arbeit ein bißchen Zwinker-Zwinker, ich mach auch das du kommst...". Plötzlich bewegte sich das Flappen ihrer Flip Flops wieder weg von der Tür. Ich lauschte. Sie drehte die Musik lauter. "Damit die Nachbarn nichts mitbekommen - Clever, meine Amica" Das Klappern näherte sich wieder, ich drehte mich mal um, wollt ihr in die Augen sehen. Die Flip Flops bogen ab, direkt in die Küche. Ich wurde skeptisch, plötzlich klapperten nicht mehr ihre Flip Flops übers Parkett, Schubladen wurden geöffnet, es klapperte Besteck und Geschirr, den Abwasch den ich nicht abgetrocknet hatte viel ihr nun zum Opfer und wurde in den Schränken verstaut, ich war mir sicher. Missmutig stand ich auf, ging zur Küchentür, warum sie die Schlafzimmertür geöffnet hätte fragte ich ein wenig zickig. "Ich dachte du möchtest Radio hören." Nette Idee, wenn ich nicht geschlafen hätte... Also zieh ich mir was an, frag sie ob ich helfen kann, sie sagt nein, wenig später, stellt sie fest, dass der Teig nichts wird, sie neuen machen muss, fragt mich, wieviel Eier ich für die Eierkuchen brauche. Ich stelle fest, dass ich lieber noch mal raus gehe um Eier zu holen und bißchen runterzukommen und auch ihr die Gelegenheit zu geben über mich nachzudenken. "Aber das ist doch ökologischer Blödsinn, wenn du jetzt extra wegen paar Eiern losfährst!" Ja, wäre es aber "ich fahr mitn Fahrrad." "Aber da könnten doch die Eier kaputt gehen..." Ein fragender Blick schien sich auf meinem Gesicht eingestellt zu haben, denn sie führte weiter aus "...du könntest umfallen oder angefahren werden oder irgendwo anstossen." Spätestens jetzt war ich mir sicher, ich muss Eier holen, auch wenn es mir nur 20 Minuten gibt tiiiiieeeeef durchzuatmen.

Nachtrag: Wie sich herausstellte, war die Radiosendung eine die mich hätte interessieren können...

Donnerstag, 9. August 2007

noch immer nicht verstanden

Die Sache mit der unterbewußten Flirterei geht mir nicht aus dem Kopf. Nachdem Amica es aufgeworfen hatte, zog ich ins Feld, dagegen verbal anzukämpfen, aber da ich mir nicht sicher war, für die richtige Sache, also für das Recht zu kämpfen, versuchte ich andere Meinungen dazu einzuholen. Erschrecken stand mir aufs Gesicht gemeißelt.

"...das du manchmal wirklich nicht merkst, wann es flirten ist und wann nicht..."

...stand es in einer Mail. Warum soll ich das nicht merken? Was ist flirten überhaupt?
Das Frauen das sowieso immer falsch verstehen, da brauchen wir gar nicht diskutieren... Flirtet man, wird man ignoriert, ist man nur nett und aufgeschlossen, flirtet man angeblich. Warum steht das dann nicht in diesen ganzen Handbüchern mit so weithergeholten Titeln wie "Angriffsziel: Frau! Tips und Tricks zum erfolgreichen Erstkontakt. Ein taktischer Führer für Profis und solche, die noch viel lernen müssen!" oder "Nimm Dir die Frau! Unwiderstehlich flirten und verführen"? Warum steht da nicht drin: "Seien Sie sie selbst, eröffnen sie keine Offerten und bleiben sie ganz entspannt." Oder wie Stromberg sagen würde: "Immer locker durch die Hose atmen!"
Das sollte da drin stehen, denn nichts anderes mache ich und man wirft mir zum einen vor, von Seiten wo solche Vorhaltungen legitim sind, nicht zu wissen wann ich flirte, zum anderen, dass ich ein gutes Händchen im Umgang mit Frauen habe. Überlegt doch mal! Ich bin, und jetzt wirds persönlich, schüchtern, zurückhaltend, wenn ich dann aber gefordert werde, also der Erst-, Zweit-, ... n-Kontakt unvermeidlich ist, verstelle ich mich nicht, bin ehrlich zu mir und zum Gegenüber. Wenn das, das Geheim-Rezept eines Flirts ist, dann frag ich mich ernsthaft, wovor ich zuweilen Angst hatte, was mich Zweifeln ließ.
Jedoch ist es nicht immer ein Flirt, der dann als solcher gedeutet wird, vielleicht sollte dazu mal einer einen Ratgeber schreiben, am besten bevor Amica mich sitzenlässt, weil ich schon wieder mit der und der und der "geflirtet" habe.