Dienstag, 4. September 2007

"let's talk about..."

...ja! So besangen es Salt'n'Pepper 1991, mit keinem Gespür für die richtige Zeit, denn wenn ich dem Artikel der aktuellen NEON glauben schenken darf, so ist es jetzt wichtiger denn je über Sex im Allgemeinen und Kopulation mit dem Partner seiner Wahl im Besonderen zu reden. Noch weiß ich nicht ob Amica mir beipflichtet wenn ich behaupte, wir sprechen sehr direkt und unseren Ansprüchen entsprechend gezielt über den Sexualakt und dem ganzen wunderbaren Drumherum. Der NEON-Artikel jedenfalls meint, dass wir nur davon sprechen, dass Sex passiert... ja, was geht euch der Rest auch an ...und das es in unsere Sprache zuviele Tabus gibt. Beim letzten Punkt muß ich beipflichten und wer den Artikel zur Hand hat, wird auch den entsprechender Verweis auf ein Zitat Wittgensteins finden: "Die Grenzen der Sprache sind die Grenzen der Welt.", welches ihm, um mal unter uns zu munkeln und mit Verlaub festzustellen, lediglich zugeschrieben wird. Jedoch stimmen die Worte, nicht nur nachdenklich sondern auch, mit dem Grundempfinden unseres Daseins auf jener Welt, die wir so gern Erde nennen, überein. Sich ausdrücken können, in Wort, Schrift und Bild definiert unseren eigenen und auch den, von anderen an und in uns gesehenen, Horizont. Warum dieser bei der Thematik Sex einen pikiert anmutenden Bogen, beeinflußt durch sogenannte Sitte und Moral, um uns macht ist dann verständlich, wenn man so wie ich in einem recht konservativen Haus aufgewachsen ist. Nicht nur das Homosexualität ein Tabuthema war, auch mußte ich mir jegliche heterosexuellen Praktiken quasi im Selbststudium beibringen. Und ehrlich gesagt, wer möchte schon mit seinen Eltern über Sex reden... aber doch wenigstens mit dem Partner, es gibt schwierigeres und ganz zu schweigen von der beflügelnden Wirkung eines solchen Gesprächs, in dem Lob und Kritik wohl dosiert zum Ausdruck gebracht werden (können). Ach Kinners, so schwer kann es dann doch nicht sein, zu sagen wie ihr es gerne habt. Das Hauptproblem sehe ich in der Findung der richtigen, nicht zu kindlich aber auch nicht zu medizinisch, es sei denn man hat die Absicht dererlei Praktiken zu vollziehen, klingenden Begriffe für die Geschlechtsorgane. Dabei geht es doch eigentlich nur darum, dass man vom selben redet, also sich einmal darauf geeinigt hat den Penis z.B. Schwanz und die Vulva Muschi zu nennen. Außenstehenden darf dies getrost egal sein, denn es geht immer noch, und das wird sich vorerst nicht ändern, um die inner-partnerschaftliche Kommunikation. Wenn die erst mal steht, dann hat man, so wie ich und Amica, auch ein erfülltes Leben neben Kindern und Alltag und muß sich nicht endlos scheinenden Qualen des Stechens und Gestochenwerdens hingeben...

Kommentare:

Hilli hat gesagt…

nunja, liebe dunkle seite, ich sehe das auch so wie du, allerdings funktioniert das nicht immer so einwandfrei in der praxis, sonst würden ja nicht so viele fremdgehen. okay, manche reden erst gar nicht, weil sie es generell nicht reden können, aber viele gehen auch fremd, weil das gesprochene nicht zum partner durchdringt, das sehnsuchtsflehen beim partner nicht ankommt und es dadurch im bett für eine seite einfach nicht stimmt. würde der rest der partnerschaft auch nciht stimmen, würde man diese wahrscheinlich beenden, aber wenn der rest stimmt, ja, was macht mann äh frau da?! ;-)

Tapedeck hat gesagt…

Mit meiner Ex (die Erwähnte) war das kein Problem darüber zu reden. Kaum zu glauben was ein unschuldig aussehendes Mädel für Wünsche haben kann *hrhr*

Ich verstehs auch nicht das manche Leute schweigen. Sex ist eins meiner Lieblingsthemen und da mach ich keinen Hehl drauf (okay ausser bei neuen weiblichen Bekanntschaften ^^)